http://netlog.com/PercyGermanyPercyPercyPercyGermanyhttp://de.netlogstatic.com/p/tt/089/284/89284563.jpgÄgyptenAswan Profil von PercyGermany

PercyGermany

männlich - 33 Jahre, Luxor/Aswan/Leipzig, Ägypten


RSS Feed

Blog / Tags / Blog

Alle Blogs anzeigen

Blog-Einträge mit dem Tag 'Blog':


  • von Ägypten nach Mekka

    Ägypten fürchtet H1N1-Virus
    Im Gesundheitsministerium herrscht Alarmstimmung. In diesem Jahr gibt es Reisebeschränkungen, um die Verbreitung der Grippe einzudämmern. VON KARIM EL-GAWHARY

    Einmal im Leben sollte jeder erwachsene Muslim nach Mekka pilgern. Seit 14. Jahrhunderten findet die Hadsch jedes Jahr statt. Wurden die Pilger früher auf ihren beschwerlichen Reisen von Wegelagerern bedroht, lauert nun eine andere, unsichtbare Gefahr: das H1N1-Virus. Die Vorbereitungen für die Hadsch im November finden ganz unter dem Vorzeichen der neuen Grippe statt. Letztes Jahr erreichte die Pilgerfahrt nach Mekka Rekordzahlen. Drei Millionen Menschen kamen dort zusammen, berichteten die saudischen Gastgeber stolz. Der Stolz von gestern ist aber das Problem von heute. Massenveranstaltungen stellen in Zeiten des H1N1-Virus ein unberechenbares Risiko dar.

    Im ägyptischen Gesundheitsministerium herrscht Alarmstimmung. Mit über 800 Fällen im eigenen Land lassen sich weitere Ansteckungen höchstens minimieren. Maßnahmen rund um die Hadsch stellen dabei einen zentralen Punkt dar, erklärt Amr Qandil, Staatssekretär im Gesundheitsministerium. "Wir haben beschlossen, dass Ägypter, die jünger als 25 und älter als 65 sind, ebenso wie schwangere Frauen dieses Jahr nicht zur Hadsch zugelassen werden", erläutert er die neuen Maßnahmen. Alle anderen müssten ein Gesundheitszeugnis vorlegen. Wer Diabetiker ist, an einer Herz- oder Nierenkrankheit leidet, an einer Erkrankung der Atemwege oder an einer Immunschwäche, der, so Qandil, muss die Reise verschieben. Bei einem Treffen arabischer Gesundheitsministerien einigten sich die Teilnehmer auf einen ähnlichen Maßnahmenkatalog. Je weniger Pilger, umso geringer die Gefahr, dass sie die Krankheit nach ihrer Rückkehr zu Hause verbreiten.

    Anzeige
    Unterstützung erhalten die Gesundheitstechnokraten auch von den Scheichs. Der ägyptische Mufti Ali Gumaa hat erklärt, dass alle, die nicht den neuen Vorschriften für die Hadsch folgen, eine Sünde begingen. Eine Fatwa der islamischen Azhar-Universität in Kairo geht einen Schritt weiter und stellt sich gegen den Glauben, dass derjenige, der an einer Krankheit in Mekka stirbt, als Märtyrer ins Paradies eingeht. "Wer an dem neuen Virus stirbt, gilt als Märtyrer", stellt Mustafa Schakaa vom Islamischen Forschungsinstitut der Azhar-Universität fest. Aber, schränkt er ein: "Wer sich der Krankheit wissentlich bei der Pilgerfahrt aussetzt, gilt nicht als Märtyrer, sondern als jemand, der sich selbst in den Tod stürzt, und das käme eher der Kategorie des Selbstmörders nahe." Ein für Gläubige abschreckendes Rechtsgutachten.

    Die Maßnahmen des Gesundheitsministeriums und die Worte der Scheichs zeigen Wirkung. Eigentlich müssten die Buchungen für die Hadsch, wenige Wochen vor dem großen Ereignis, auf Hochtouren laufen. Doch in den spezialisierten Reisebüros gibt es im Vergleich zum Vorjahr mehr als die Hälfte weniger Pilgerkundschaft.

    "Die meisten, die sich auf die Pilgerfahrt begeben, sind ältere Leute. Denen ist das nun aufgrund der Behördenentscheidung verboten. Das verschreckt natürlich auch die anderen Altersgruppen", erklärt Khaled Gamal Abdel Nasr, der in Kairo ein Reisebüro leitet. "Diejenigen, die bereits gebucht haben, kommen jetzt und holen ihre Pässe und ihr Geld wieder ab", klagt er.

    Im Kairoer Gesundheitsministerium denkt man indes über noch schärfere Maßnahmen nach. "Wir studieren gerade, ob wir die Pilger nach ihrer Rückkehr nicht einer siebentägigen Quarantäne unterziehen", verrät Staatssekretär Qandil. "Ansonsten hoffe ich, dass noch demnächst genug Impfstoff zur Verfügung steht, um alle Pilger rechtzeitig zu immunisieren." Die Behörden wollen sogar die Möglichkeit nicht ausschließen, zur letzten Maßnahme zu greifen: "Wenn es uns notwendig erscheint, dann werden wir dieses Jahr die Pilgerfahrt ganz ausfallen lassen."

    http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/a...

  • Armee des Kambyses gefunden?

    50 000 Mann stark soll die Armee des Kambyses gewesen sein. Um 525 v. Chr. soll, laut dem Geschichtsschreiber Herodot, der persische König seine Armee durch die Wüste geschickt haben, um das Orakel des Amun in der Oase Siwa zu zerstören. Dessen Priester weigerten sich standhaft, Kambyses II. als Pharao zu legitmieren. Doch die Armee kam nicht weit. Laut Herodot soll ein mächtiger Sandsturm die Armee komplett zerstört und unter Tonnen von Sand vergraben haben. Seit vielen Jahrzehnten suchen Forscher und Hobby-Archäologen nach dieser Armee, dessen Geschichte, ob Wahrheit oder Legende, zumindest Vorbild für Hollywood-Streifen und Abenteuer-Romane war. Nun glauben italienische Forscher der Universität Lecce die verschollene Armee gefunden zu haben.

    Die Zwillingsbrüder Angelo und Alfredo Castiglioni fanden bei Bahrin, eine kleine Oase in der Nähe von Siwa, im Schatten eines großen Felsen einige Waffen, wie ein bronzenes Messer und ein paar Pfeilspitzen, die aus der Zeit des Kambyses stammen sollen.

    In der Nähe fanden sie außerdem einen silbernen Armreif, einen Ohrring und ein paar Kugeln, die eventuell zu einer Kette gehören könnten. Alle Objekte könnten ebenfalls in das 5. Jh. v. Chr. zugeordnet werden.

    Die beiden Brüder gingen bei ihrer Suche nach der Armee andere Wegstrecken ab als ihre Vorgänger und fanden hunderte von Wassergefäßen aus dieser Zeit.

    In der Nähe der großen Felsformation fanden die Forscher zudem noch hunderte von Gebeinen, zwischen denen persische Pfeilspitzen lagen. Die Knochen sollen aber nur ein kleiner Teil der Armee sein, die sich aus Panik vor dem Sandsturm zerstreut haben könnte. Die Brüder sind sich sicher, dass irgendwo in der Gegend der größte Teil der Armee begraben liegt.

    Ein paar Knochen und Waffenfunde machen aber noch keine persische Großarmee aus. Das meint auch Zahi Hawass, der auf seiner Blogseite den Fund nicht bestätigen wollte. Als Begründung, weshalb man diese Informationen mit Vorsicht genießen sollte, gab Hawass die fehlende Grabungserlaubnis an (!) Die Castiglioni-Brüder dürfen nun also jede Menge Ärger von den ägyptischen Behörden erwarten.

    Den kompletten Artikel mit jeder Menge weiterer Infos, Bilder und Videos unter:
    Discovery News

  • Grab des Tutanchamun soll restauriert werden

    Eine umfangreiche Restaurierung steht dem Grab des Tutanchamuns bevor. In Zusammenarbeit mit der US-Stiftung Getty Conservation Institute (GCI) soll das Grab aufwendig restauriert und konserviert werden.

    Dies ist auch bitter nötig, denn die Touristenschwärme und deren Ausdünstungen haben die Wandmalereien schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Altertümerverwaltung Ägyptens und die GCI haben 5 Jahre für dieses Projekt veranschlagt. Es soll ein möglichst effektives System entwickelt werden, das in Zukunft auch für weitere Restaurierungs- Schutzmaßnahmen in Gräbern angewendet werden soll.

    Quelle:
    AFP

  • Metropolitan Museum gibt erworbenes Artefakt an Ägypten zur

    Wieder einmal ist ein Artefakt von einem Museum zurück nach Ägypten gegeben worden. Diesmal aber nicht unter Druck von Zahi Hawass, sondern auf freiwilliger Basis.

    Bei dem Artefakt handelt es sich um das Teilstück eines Schreins aus roten Granit, der dem Pharao Amenhemhet I. aus der 12. Dynastie zugeordnet werden kann. Das Stück gehörte ursprünglich zu einem Schrein, der im Ptah-Tempel in Karnak zu sehen ist. Das Metropolitan Museum in New York kaufte das Stück von einem Antiquitätenhändler mit dem alleinigen Zweck, das Artefakt an Ägypten zurückzugeben.

    Zahi Hawass ist natürlich begeistert von dieser Geste und lobt die intensive kulturelle Zusammenarbeit mit dem Metropolitan Museum, das auch in Zukunft alle illegal eingeführte Objekte zurück nach Ägypten geben möchte.

    Quelle:
    Zahi Hawass' Blog

  • Ärger: Nofretete!

    Jahrtausende tot und sorgt trotzdem für Ärger: Nofretete. Der ägyptische Altertumsverwalter Zahi Hawass fordert von Berlin die Rückgabe der berühmten Büste der Pharaonen-Gemahlin. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Schmuggelverdacht, mögliche Tauschgeschäfte und die Suche nach Kleopatra.

    SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie die Nofretete wirklich von ihrem neuen Ehrenplatz im wiedereröffneten Berliner Neuen Museum nach Kairo holen?

    Hawass: Nicht auf Biegen und Brechen, solch ein gewichtiges Thema lässt sich nicht mit Wunschdenken und Absichtserklärungen erledigen.

    SPIEGEL ONLINE: Haben Sie nun die Rückführung der Nofretete gefordert oder nicht?

    Hawass: Wir befassen uns noch mit der Frage und untersuchen alle Details, die mit dem jetzigen Standort Nefertitis, wie wir die inzwischen weltbekannte Gattin des großen Pharao Echnaton nennen, in Verbindung stehen. Erst wenn wir absolute Klarheit haben, werden wir eine Entscheidung treffen.

    SPIEGEL ONLINE: Was genau muss noch geklärt werden?

    Hawass: Wir wollen wissen, ob die Nefertiti-Skulptur, vor allem der Kopf der Königin, wie sie in Berlin ausgestellt ist, Ägypten auf legalem Weg verlassen hat. Wenn das klipp und klar bewiesen wird und die entsprechenden Beweise vorliegen, dürfte es keine Probleme geben.

    SPIEGEL ONLINE: Ist es so schwierig, diese Beweise zu erbringen? Die Verantwortlichen in der deutschen Hauptstadt haben bereits mehrfach versichert, dass die wertvolle Skulptur mit Wissen und Einverständnis der ägyptischen Behörden nach Berlin gebracht worden sei.

    Hawass: Vor etwa zwei Monaten ersuchte ich die Museumsverwaltung in Berlin, mir den genauen Sachverhalt über die "Ausreise" Nefertitis mitzuteilen und das vorhandene Beweismaterial für die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs zukommen zu lassen. Bis heute ist mein Schreiben nicht beantwortet worden. Das ist ärgerlich. Welche Schlüsse sollen wir daraus ziehen? Das stimmt doch argwöhnisch.

    SPIEGEL ONLINE: Sie zweifeln die Glaubwürdigkeit der Beteuerungen über die legitime Außerlandesbringung also an?

    Hawass: Uns liegt Beweismaterial vor, das den Verdacht bestätigt, dass Nefertiti am Gesetz vorbei aus Ägypten hinausgeschmuggelt wurde. Dennoch wollen wir nicht voreilige Konsequenzen ziehen und warten auch jetzt noch auf Antwort und Beweismittel aus Berlin. Weil mein Ersuchen bislang ohne Antwort blieb, war ich natürlich auch nicht bereit, der Einladung zur Eröffnung des Neuen Museums Folge zu leisten.

    SPIEGEL ONLINE: Was geschieht, wenn Ihr Schreiben auch weiterhin nicht beantwortet wird?

    Hawass: Wir werden uns wie zivilisierte Menschen verhalten und den Fall durchdiskutieren - in allen Aspekten.

    SPIEGEL ONLINE: Stimmt es, dass Sie bereit sind, einem Tauschgeschäft zuzustimmen - schickt die Nofretete in ihre ägyptische Heimat zurück, und wir geben euch dafür einige andere wertvolle altägyptische Artefakte?

    Hawass: Das wäre ein Novum. Zwar hatte die ägyptische Regierung bereits zehn Jahre nach dem Deutschlandtransfer Nefertitis solch eine Lösung vorgeschlagen, doch Berlin lehnte das Ansinnen ab.

    SPIEGEL ONLINE: Gibt es denn wenigstens ein Einvernehmen mit den Deutschen darüber, dass Nofretete in fünf Jahren zur Einweihung des neuen ägyptischen Museums nach Kairo ausgeliehen wird?

    Hawass: Festgezurrt ist nichts. Mir ist sogar zu Ohren gekommen, dass man das Ausleihen ägyptischer Altertümer als Risiko einstuft, weil wir Ägypter derartige Leihgaben nicht zurückschicken würden. Das ist beschämend.

    SPIEGEL ONLINE: Ist die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Archäologie gefährdet?

    Hawass: Nein, uns liegt sehr an einem langfristigem Miteinander. Ich hoffe sehr, eine befriedigende Lösung mit den Berlinern zu finden.

    SPIEGEL ONLINE: Ägypten gräbt noch nach einer anderen großen Königin: Kleopatra. Geht die Suche weiter?

    Hawass: Nächsten Sonntag werden die Grabungen fortgesetzt, die mehrere Monate eingestellt werden mussten. Das bisher Erreichte lässt hoffen, dass wir die Grabkammern Kleopatras und ihres Partners Antonius schon recht bald freilegen werden. Aber wir sollten dem alten Ägypten noch einen ganz anderen Tribut zollen.

    SPIEGEL ONLINE: Was wollen Sie noch ausgraben oder vom Meeresboden an Land hieven?

    Hawass: Wir sollten das Studium der altägyptischen Sprache und der Hieroglyphenschrift an unseren Schulen einführen, so wie die Europäer Lateinisch und Altgriechisch unterrichten, um die kulturelle Bewusstseinsbildung zu stärken. Dabei könnten uns sicher auch die Deutschen helfen.

    Das Interview führte Volkhard Windfuhr, Kairo
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,15...

  • neue Gräber in Luxor gefunden

    In Dra Abu al-Naga, auf der westlichen Seite von Luxor, sind im Tal der Adeligen neue Gräber entdeckt worden.

    Ein Grab gehörte einen Mann namens Amun-em-Opet. Der Namensteil "Amun" wurde aus den Grabreliefs herausgekratzt, wahrscheinlich während der Amarna-Zeit, als man alle Zeichen des Gottes Amun vernichtete.
    In der 3. Zwischenzeit wurde das Grab von einem Mann namens Ray neu benutzt, wie die Forscher durch den Fund eines Uschebtis mit seinem Namen herausfinden konnten.

    Des Weiteren fanden die Archäologen ein Grab aus der Spätzeit, in dem ein Hohepriesters des Gottes Month beigesetzt wurde. Auf der Außenwand huldigen der Hohepriester, dessen Namen noch nicht identifiziert werden konnte, und seine Frau den Gott Month. Weitere Götterbilder u.a. von Isis, Osiris und Nephthys befinden sich ebenfalls an dem Grab, das wegen der Geröllmassen noch nicht im Inneren untersucht werden konnte.

    Ein weiteres neu entdecktes Grab gehörte einen Mann namens Ankh-Min, der wahrscheinlich in der Regierungszeit Ramses III. gelebt hat. Scheinbar wurde es ebenfalls für spätere Bestattungen benutzt. Nähere Indizien erhoffen sich die Forscher durch weitere Untersuchungen des Grabes.

    u.a.ein Video dazu:
    http://www.drhawass...com/blog/video-new-tombs...

  • Königin Mutnodjemet

    Königin Mutnodjemet war die Ehefrau von Haremhab. General unter Echnaton, Tutanchamun und Eje, bis er selbst den Thron Ägyptens bestieg.
    Bekannt ist sein Grab im Tal der Könige aber bevor er zum Pharao aufstieg, ließ er sich als einfacher Adeliger ein Grab in Sakkara errichten. Dies ist mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand und einige Steine aus dem Grab sind sogar außerhalb des Landes geschafft worden.
    Der Archäologe Geoffrey Martin hat Haremhabs letzte Ruhestätte erneut ausgegraben und restauriert und sterbliche Überreste einer Frau, wahrscheinlich von Mutnodjemet, gefunden. Zumindest fand man Grabbeigaben, die den Namen der Frau trugen.
    Dies könnte insoweit interessant sein, weil einige Wissenschaftler glauben, dass Mutnodjemet eine Tochter von Eje und somit eine Schwester der berühmten Königin Nofretete sein könnte. Eine gewisse Mutbenret, die den Titel "Tochter des Königs" trägt, soll den gleichen Namen und Titel wie Nofretete tragen. Eine Verbindung der beiden ist daher sehr wahrscheinlich. Einige Forscher sind der Meinung, dass es sich bei Mutbenret um Mutnodjemet handeln könnte.
    Die DNA von Mutnodjemet könnte also ein weiterer Schlüssel zu der Familie Tutanchamuns werden. Zahi Hawass möchte so die Mumie der Nofretete identifizieren und weitere verwandtschaftliche Verhältnisse herausfinden.
    Leider gibt es ein Problem: die Überreste der Mumie sind nicht mehr auffindbar. Geoffrey Martin weiß es nicht und ein tschechischer Anatomist namens Strouhal, der die Knochen untersucht hatte, fand sie bei seiner Rückkehr nach Ägypten ebenfalls nicht wieder.
    Strouhal fand heraus, dass es sich um eine 40-jährige Frau handelte, die ihr Leben wahrscheinlich im Kindsbett verlor. Ein Fötus wurde ebenfalls in dem Grab in Sakkara gefunden. Beide Mumien waren Grabräuber zum Opfer gefallen und so in einem sehr schlechten Zustand.
    Zahi Hawass ist optimistisch, dass er die verlorene Mumie wiederfinden wird. Dann soll ein DNA-Test Licht ins Dunkel bringen.
    Quelle:
    http://weekly.ahram.org.eg/2009/960/he2.htm

  • Katakomben unter den Pyramiden

    Der britische Autor Andrew Collins berichtet von einem riesigen Komplex an Tunneln, Höhlen und Kammern, das sich unter dem Pyramidenfeld von Gizeh befindet.

    Collins und der Ägyptologe Nigel Skinner Simpson entdeckten die Erwähnung eines Tunnelsystems in den Memoiren des britischen Forschers und Diplomaten Henry Salts. Die Memoiren wurden nie veröffentlicht, weshalb die Katakomben unter dem Pyramidenfeld in Vergessenheit gerieten.

    Collins und Simpson glauben anhand der Aufzeichnungen den Eingang gefunden zu haben. Er liegt inmitten eines nicht-aufgezeichneten Grabes westlich der Pyramiden und führt in eine zusammengestürzte Kammer mit tierischen Knochenresten, Fledermauskolonien und giftigen Spinnen.

    Das Forscherteam fand in dieser riesigen Höhle auch Mumienfragmente. Je weiter sie in die Höhle vordrangen, desto dünner wurde die Luft. So mussten sie ihre Forschungen erst mal abbrechen. Spätere Besuche enthüllten mehr über die Ausmaße dieser Konstruktion, die in Collins Buch "Beneath the pyramids" veröffentlicht werden sollen.

    Zahi Hawass nahm sogleich die Luft aus diesem Projekt: "Es gibt keine neuen Entdeckungen in Gizeh" und weiter "Wir wissen alles über das Gizehplateau - Amateure können dort nichts neues finden."

    Collins ist sich seiner Sache sehr sicher: "Wir haben akademische Bibliotheken in London und Kairo durchsucht und wir haben aus der neueren Zeit keine Erwähnung über die Höhle oder das Grab gefunden". Lt Collins könne Hawass ihn gerne vom Gegenteil überzeugen und Schriftstücke bezüglich des Grabes und der Höhle zuschicken. Eine Reaktion blieb bisher aus.

    Wenn die Katakomben zehntausende wenn nicht sogar hunderttausende von Jahren alt wären, könnten sie nicht nur die Entwicklung des Pyramidenfeldes beeinflusst haben, sondern auch den Glauben der alten Ägypter an eine Unterwelt, in der die Seele wieder aufersteht und danach in den Himmel hinauffährt.

    Antike Totentexte erwähnen die Existenz einer unterirdischen Welt in der Nähe der Pyramiden von Gizeh, so Collins weiter.

    Quellen:
    Discovery.com (mit Foto)
    Redorbit.com

  • Büste der Hatschepsut gefälscht

    Büste der Hatschepsut gefälscht?

    Das Ägyptische Museum Berlin scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Nach Zweifel an der Echtheit der Nofretete-Büste und des Papyrus mit der Unterschrift Kleopatras, fragt nun wieder jemand nach der Echtheit eines antiken Objektes - der Büste der Hatschepsut.

    Dieser Jemand ist ein unbekannter Forscher namens Klaus Köller. Er hegte schon lange Zweifel an der Echtheit der Büste, die das Ägyptische Museum Berlin 1986 zusammen mit der Ernst-von-Siemens-Stiftung für 1 Millionen DM von einem der "bedeutendsten Antiquitätenhändler Englands" (F.A.Z.) Robert Symes gekauft hatte.
    Bezüglich Robert Symes muss man noch erwähnen, dass er vor 20 Jahren tatsächlich ein renommierter Antiquitätenhändler war. In früheren Jahren wurden seine Depots aber als Schleuse für gefälschte Kunstwerke benutzt.

    Über "Umwege" bekam nun Klaus Köller ein Tütchen mit Gesteinssplitter, die angeblich bei der Socklung der Büste durch die Bohrung hinabgerieselt sind.

    Klaus Köller hat nun diese Gesteinssplitter von der technischen Universität (TU) Berlins untersuchen lassen. Hierbei handelte es sich um "Magnesit-Siderit-reichem Gestein" und nicht aus Granit, woraus die Büste eigentlich sein soll. Außerdem entdeckten die Wissenschaftler eine "faserige" Substanz, wie man sie in modernen Baustoffen findet.
    Ob die Büste wirklich aus Granit ist, wird schon länger angezweifelt. Das Berliner Rathgen-Institut und der Münchner Geologe Dietrich Klemm haben bei einer früheren Untersuchung den bräunlichen Stein nicht zuordnen können.

    Einige Medien schrieben, dass Klaus Köller von der TU Berlins sei. Laut F.A.Z. ist Herr Köller dort gänzlich unbekannt. Wie dem auch sei, die TU meldete sich zu Wort, dass sie nur ein Tütchen Gesteinssplitter untersucht hätten, die genauso gut aus der "Berliner Oranienstraße" (F.A.Z.) stammen könnte. Und weiter schreibt die F.A.Z.: "Fatale Ergebnisse, die zwei Jahre nach der Analyse zum "Spiegel" gelangten und so schließlich für internationales Aufsehen sorgten. Köllers Tütchen reichte, um eine weitere Darstellung Hatschepsuts unwiederbringlich verloren scheinen zu lassen.

    Die Sprecherin der zum Museum gehörenden Preußenstiftung, Stefanie Heinlein, äußerte ebenfalls Zweifel an der Untersuchung. Frühere Gutachter hätten die Echtheit der Büste bestätigt. Ob es eine weitere Untersuchung an der Büste geben wird, hielt sie offen.

    Quellen:
    F.A.Z., 23.07.2009, Nr. 168 / Seite 33
    tagesspiegel
    welt online (mit Foto der Büste)
    Financial Times Deutschland

  • Forscher entlocken Mumien letzte Geheimnisse

    9. Juli 2009, 14:05 Uhr
    In Mannheim startet ein einzigartiges Forschungsprojekt: Um ungelösten Rätseln über Herkunft, Ernährung, Krankheit und Sterben Jahrtausende alter Toter auf die Spur zu kommen, wird ein hochmoderner Computertomograph eingesetzt. Was das Gerät staubtrockenen Mumien an Geheimnissen entlocken kann, ist erstaunlich.
    Die Mumie einer Frau wird in das Computer-Tomographie-Gerät in der Mannheimer Uniklinik geschoben: Die Ägypterin ist seit rund 2400 Jahren tot. „Wie sie an den Goldblattauflagen auf der Haut sehen, handelt es sich um eine hochstehende Persönlichkeit, die eine Einbalsamierung erster Klasse erhielt“, sagt Wilfried Rosendahl, Leiter des Mumienprojekts der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Unterdessen zeigt der Monitor, was die Frau im Bauch trägt: eine Papyros-Rolle.
    „Gut möglich, dass die Rolle mit Hieroglyphen beschriftet ist, aber mit der jetzigen Technologie können wir sie noch nicht lesen“, erklärt Rosendahl. Doch was das derzeit modernste und im Klinik-Alltag für Kranke eingesetzte CT-Gerät von Siemens den Mumien an Geheimnissen zu entlocken vermag, ist weltweit einzigartig.
    Im Mannheimer Universitätsklinikum geht eine Forschungsreihe unter dem Namen „German Mummy Project“ neue Wege. Erstmals arbeiten ein Museum und ein Krankenhaus zusammen an der Analyse und Erhaltung von mumifizierten Leichen. Das Reiss-Engelhorn-Museum und die Radiologie der Klinik nutzen dabei einen besonders leistungsfähigen, drei Millionen Euro teuren Computertomographen, um dreidimensional ins Innere der Körper zu blicken.
    „Durchleuchten statt Aufschneiden“ lautet das Gebot für den Oberarzt Christian Fink und Wilfried Rosendahl. „Auf diese Weise geben die Mumien ihr Inneres preis und bleiben dennoch völlig unversehrt“, erklärte die Uni-Klinik.
    Die dreidimensionalen Körperscans sind so detailreich, dass mit ihren Daten ein Laserstrahl im so genannten Rapid-Prototyping-Verfahren exakte Kunststoffkopien von Körperteilen wie dem Schädel herstellen kann. „Wir sind auf solche Verfahren und den berührungslosen Blick ins Innere angewiesen, weil wir die Mumien nicht zerstören, sondern erhalten und restaurieren wollen“, erläutert Rosendahl.
    Begonnen hat das international bedeutsame Forschungsprojekt 2004, nachdem in den Kellern des Mannheimer Museums 20 Mumien entdeckt wurden, die teilweise als im Krieg verloren galten oder nur mit wenigen Angaben in Inventurlisten verzeichnet waren. Um das Rätsel von Herkunft, Alter, Geschlecht, Ernährungsgewohnheiten, Krankheit und Tod zu lösen, kooperierten die Museumsmacher mit der Uni-Klinik und einer Reihe weiterer Wissenschaftler bis hin zu Experten für Haar- und Giftanalysen.
    Was straubtrockenen Mumien mit modernster Analytik an Geheimnissen entlockt werden kann, ist erstaunlich: Bekannt wurde so etwa, dass die alten Ägypter von Parasiten gepeinigt wurden, dass sie an Lepra, Kinderlähmung und schmerzhaften Zahnabszessen litten und dass sie auch Schweinefleisch aßen.
    Der CT-Scan der ägyptischen hochstehenden Dame mit dem Namen „III-130“ – so ihre Inventar-Nummer – zeigt „auf den ersten Blick einen Bruch der Elle im linken Unterarm, perfekte Zähne und keine Osteoporose“, sagt Oberarzt Christian Fink, der die Bilder auswertet. Die Mumie der etwa 20 bis 40 Jahre alten Frau ist eine Leihgabe des Museums Basel, wo sie im 19. Jahrhundert unter ungeklärten Umständen landete. Sie wird nun in den kommenden Monaten ebenso detailliert untersucht wie zwölf weitere Mumien, darunter Vorfahren des Barons von Crailsheim aus der Familiengruft im Schloss Sommerdorf oder einbalsamierte Mumien aus Peru.
    Bei zwei bereits untersuchten Mumien aus Basel stießen die Forscher ebenfalls auf Überraschungen. Unter anderem fanden sie heraus, dass es sich bei einer kleineren einbandagierten Mumie keineswegs um ein Baby handelte, wie ursprünglich angenommen worden war, sondern um ein Kind. Sein Sarg war wahrscheinlich von Grabräubern geplündert worden, daraufhin war es mit „zusammengeschobenen“ Beinen bandagiert worden.
    Alle durchleuchteten Mumien werden Bestandteil einer Wanderausstellung von insgesamt 70 Mumien, die nächstes Jahr in den USA gezeigt werden soll. Unter ihnen ist auch die Mumie einer Peruanerin, die 1415 im Alter von 30 bis 50 Jahren starb und mit geschlossenen Händen einbalsamiert wurde. Der CT-Scan in Mannheim zeigte, dass sie darin zwei Objekte festhielt. Zunächst vermuteten die Forscher Gegenstände aus Kupfer, Gold oder Keramik. Über das berührungslose Rapid-Prototyping konnten dann Nachbildungen der Gegenstände angefertigt werden. Es waren zwei Milchzähne von Kindern: ein Eck- und ein Backenzahn.
    „Warum die Kinderzähne in die Hände der Verstorbenen gelegt wurden, werden wir nie erfahren. Vielleicht ist es eine Botschaft wie 'Denk an die Kinder!'“, sagt Rosendahl. Für ihn schlägt diese Entdeckung eine unerwartete und berührende Brücke zwischen Zeiten und Kulturen. „Auch heute sammeln noch viele Eltern die Milchzähne ihrer Kinder“, sagt er.
    Nicht nur die Wissenschaftler, die auf Erkenntnisse über Krankheiten, Riten und Verletzungen hoffen, ziehen einen Vorteil aus der Kooperation. Auch die Ärzte lernen durch die Versuche mit den Mumien mehr über die Funktionen ihres ungewöhnlich leistungsfähigen Computertomographen. „Mit diesem CT ist es möglich, dichte Strukturen wie Verbände und Bandagen oder Knochen voneinander zu trennen und zum Beispiel die Knochen unverdeckt sichtbar zu machen“, erklärt Fink.
    Natürlich wird bereits seit Jahren mit Computertomographen gearbeitet, um Geheimnissen der Mumien auf die Spur zu kommen. „Aber nach wie vor ist jede neue Mumie ein neuer Baustein im Gesamtbild über das Leben und Leiden der Menschen in dieser Zeit“, meint Rosendahl. Und nach wie vor sind die Mumien für Menschen ein Phänomen: „Sie sind eben eine interessante Metapher für das ewige Leben“, erklärt der Experte. „Es gibt ja auch nichts, was so tot ist und doch lebendig.“ Nach der ersten Analyse werden Wissenschaftler aus aller Welt auf die CT-Bilder aus Mannheim zurückgreifen können. Konkrete Ergebnisse wollen Rosendahl und sein Team zunächst aber nicht präsentieren: „Die Mumie hat ihre Zeit gebraucht, um zu uns zu kommen. Jetzt brauchen wir unsere Zeit, um das Ganze zu studieren."
    Im 19. Jahrhundert rollte eine wahre Ägyptomanie über Europa. Es galt als schick in besseren Kreisen bei Partys um Mitternacht eine Mumie aufzuwickeln, um sich zu gruseln. Eine Vorstellung, die dem Altertumsforscher Rosendahl heute selbst einen Schauer über den Rücken jagt: „Damals wurden mehr Mumien vernichtet als heute in unseren Museen ausgestellt werden“.
    Deshalb sei es unverzichtbar, mit den noch vorhandenen Mumien schonend umzugehen, um Leben und Leiden vergangener Epochen genau zu dokumentieren.
    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...heimnis...

1 2 3 4 5 ...