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Blog-Einträge mit dem Tag 'Afrika':


  • von Ägypten nach Mekka

    Ägypten fürchtet H1N1-Virus
    Im Gesundheitsministerium herrscht Alarmstimmung. In diesem Jahr gibt es Reisebeschränkungen, um die Verbreitung der Grippe einzudämmern. VON KARIM EL-GAWHARY

    Einmal im Leben sollte jeder erwachsene Muslim nach Mekka pilgern. Seit 14. Jahrhunderten findet die Hadsch jedes Jahr statt. Wurden die Pilger früher auf ihren beschwerlichen Reisen von Wegelagerern bedroht, lauert nun eine andere, unsichtbare Gefahr: das H1N1-Virus. Die Vorbereitungen für die Hadsch im November finden ganz unter dem Vorzeichen der neuen Grippe statt. Letztes Jahr erreichte die Pilgerfahrt nach Mekka Rekordzahlen. Drei Millionen Menschen kamen dort zusammen, berichteten die saudischen Gastgeber stolz. Der Stolz von gestern ist aber das Problem von heute. Massenveranstaltungen stellen in Zeiten des H1N1-Virus ein unberechenbares Risiko dar.

    Im ägyptischen Gesundheitsministerium herrscht Alarmstimmung. Mit über 800 Fällen im eigenen Land lassen sich weitere Ansteckungen höchstens minimieren. Maßnahmen rund um die Hadsch stellen dabei einen zentralen Punkt dar, erklärt Amr Qandil, Staatssekretär im Gesundheitsministerium. "Wir haben beschlossen, dass Ägypter, die jünger als 25 und älter als 65 sind, ebenso wie schwangere Frauen dieses Jahr nicht zur Hadsch zugelassen werden", erläutert er die neuen Maßnahmen. Alle anderen müssten ein Gesundheitszeugnis vorlegen. Wer Diabetiker ist, an einer Herz- oder Nierenkrankheit leidet, an einer Erkrankung der Atemwege oder an einer Immunschwäche, der, so Qandil, muss die Reise verschieben. Bei einem Treffen arabischer Gesundheitsministerien einigten sich die Teilnehmer auf einen ähnlichen Maßnahmenkatalog. Je weniger Pilger, umso geringer die Gefahr, dass sie die Krankheit nach ihrer Rückkehr zu Hause verbreiten.

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    Unterstützung erhalten die Gesundheitstechnokraten auch von den Scheichs. Der ägyptische Mufti Ali Gumaa hat erklärt, dass alle, die nicht den neuen Vorschriften für die Hadsch folgen, eine Sünde begingen. Eine Fatwa der islamischen Azhar-Universität in Kairo geht einen Schritt weiter und stellt sich gegen den Glauben, dass derjenige, der an einer Krankheit in Mekka stirbt, als Märtyrer ins Paradies eingeht. "Wer an dem neuen Virus stirbt, gilt als Märtyrer", stellt Mustafa Schakaa vom Islamischen Forschungsinstitut der Azhar-Universität fest. Aber, schränkt er ein: "Wer sich der Krankheit wissentlich bei der Pilgerfahrt aussetzt, gilt nicht als Märtyrer, sondern als jemand, der sich selbst in den Tod stürzt, und das käme eher der Kategorie des Selbstmörders nahe." Ein für Gläubige abschreckendes Rechtsgutachten.

    Die Maßnahmen des Gesundheitsministeriums und die Worte der Scheichs zeigen Wirkung. Eigentlich müssten die Buchungen für die Hadsch, wenige Wochen vor dem großen Ereignis, auf Hochtouren laufen. Doch in den spezialisierten Reisebüros gibt es im Vergleich zum Vorjahr mehr als die Hälfte weniger Pilgerkundschaft.

    "Die meisten, die sich auf die Pilgerfahrt begeben, sind ältere Leute. Denen ist das nun aufgrund der Behördenentscheidung verboten. Das verschreckt natürlich auch die anderen Altersgruppen", erklärt Khaled Gamal Abdel Nasr, der in Kairo ein Reisebüro leitet. "Diejenigen, die bereits gebucht haben, kommen jetzt und holen ihre Pässe und ihr Geld wieder ab", klagt er.

    Im Kairoer Gesundheitsministerium denkt man indes über noch schärfere Maßnahmen nach. "Wir studieren gerade, ob wir die Pilger nach ihrer Rückkehr nicht einer siebentägigen Quarantäne unterziehen", verrät Staatssekretär Qandil. "Ansonsten hoffe ich, dass noch demnächst genug Impfstoff zur Verfügung steht, um alle Pilger rechtzeitig zu immunisieren." Die Behörden wollen sogar die Möglichkeit nicht ausschließen, zur letzten Maßnahme zu greifen: "Wenn es uns notwendig erscheint, dann werden wir dieses Jahr die Pilgerfahrt ganz ausfallen lassen."

    http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/a...

  • Beyoncé besuchte die Pyramiden und den Sphinx von Gizeh

    Staraufgebot bei den Pyramiden. Die US-Sängerin Beyoncé besuchte die Pyramiden und den Sphinx von Gizeh. Aber die Sightseeing-Tour wurde zu einem Skandal, wie diverse Blogs berichteten.
    Bei einem Superstar lässt es sich Zahi Hawass natürlich nicht nehmen, diesen persönlich durch das Gizeh-Plateau zu führen. Das hätte Beyoncé lieber ablehnen sollen. Beschimpfte Hawass sie doch tatsächlich als "dumme Person", die "überhaupt nichts kapiert und auch nichts kapieren möchte". "Sie ist nur hierher gekommen, um Fotos zu machen, mehr nicht." sprachs und schickte einer seiner Assistenten los um Beyoncé weiter zu begleiten.
    Diesen Vorfall nutzten Archäologen angeblich dafür, um hinter vorgehaltener Hand gegen Hawass zu wettern, wie schwierig durch ihn das Arbeiten in seinem Land geworden ist. Alle Welt hätte nun gesehen, was er für einen Charakter hat und so einer wäre ein Offizieller der Regierung,...
    Eigentlich wussten wir ja schon vor diesem Vorfall, dass Zurückhaltung nicht gerade eine Stärke von Zahi Hawass ist. Dass er zudem noch uncharmant ist, das ist neu...
    http://bikyamasr.com/?p=5683

  • Heiliger See in Tanis ausgegraben

    In einem Tempel der antiken Stadt Tanis, im Nildelta, ist ein Heiliger See entdeckt worden. Der Tempel gehörte zu der Göttin Mut, wo der See künstlich angelegt wurde.

    Seine Umfassungsmauer ist 15m lang und 12m breit und wurde von französischen und ägyptischen Archäologen nahe der heutigen Ortschaft San al-Hadschar in 12m Tiefe gefunden.

    1928 ist schon ein Heiliger See in der Nähe gefunden. Er gehörte zu dem Tempel von Amun, des Gatten der Göttin Mut. Der gesamte Tempelkomplex ist in der 21. und 22. Dynastie entstanden, teilweise erst in der 26. Dynastie.

    In einem Heiligen See wurden hauptsächlich die Reinigungsrituale der Priester durchgeführt.

    Quelle:
    N-TV

  • Ärger: Nofretete!

    Jahrtausende tot und sorgt trotzdem für Ärger: Nofretete. Der ägyptische Altertumsverwalter Zahi Hawass fordert von Berlin die Rückgabe der berühmten Büste der Pharaonen-Gemahlin. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Schmuggelverdacht, mögliche Tauschgeschäfte und die Suche nach Kleopatra.

    SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie die Nofretete wirklich von ihrem neuen Ehrenplatz im wiedereröffneten Berliner Neuen Museum nach Kairo holen?

    Hawass: Nicht auf Biegen und Brechen, solch ein gewichtiges Thema lässt sich nicht mit Wunschdenken und Absichtserklärungen erledigen.

    SPIEGEL ONLINE: Haben Sie nun die Rückführung der Nofretete gefordert oder nicht?

    Hawass: Wir befassen uns noch mit der Frage und untersuchen alle Details, die mit dem jetzigen Standort Nefertitis, wie wir die inzwischen weltbekannte Gattin des großen Pharao Echnaton nennen, in Verbindung stehen. Erst wenn wir absolute Klarheit haben, werden wir eine Entscheidung treffen.

    SPIEGEL ONLINE: Was genau muss noch geklärt werden?

    Hawass: Wir wollen wissen, ob die Nefertiti-Skulptur, vor allem der Kopf der Königin, wie sie in Berlin ausgestellt ist, Ägypten auf legalem Weg verlassen hat. Wenn das klipp und klar bewiesen wird und die entsprechenden Beweise vorliegen, dürfte es keine Probleme geben.

    SPIEGEL ONLINE: Ist es so schwierig, diese Beweise zu erbringen? Die Verantwortlichen in der deutschen Hauptstadt haben bereits mehrfach versichert, dass die wertvolle Skulptur mit Wissen und Einverständnis der ägyptischen Behörden nach Berlin gebracht worden sei.

    Hawass: Vor etwa zwei Monaten ersuchte ich die Museumsverwaltung in Berlin, mir den genauen Sachverhalt über die "Ausreise" Nefertitis mitzuteilen und das vorhandene Beweismaterial für die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs zukommen zu lassen. Bis heute ist mein Schreiben nicht beantwortet worden. Das ist ärgerlich. Welche Schlüsse sollen wir daraus ziehen? Das stimmt doch argwöhnisch.

    SPIEGEL ONLINE: Sie zweifeln die Glaubwürdigkeit der Beteuerungen über die legitime Außerlandesbringung also an?

    Hawass: Uns liegt Beweismaterial vor, das den Verdacht bestätigt, dass Nefertiti am Gesetz vorbei aus Ägypten hinausgeschmuggelt wurde. Dennoch wollen wir nicht voreilige Konsequenzen ziehen und warten auch jetzt noch auf Antwort und Beweismittel aus Berlin. Weil mein Ersuchen bislang ohne Antwort blieb, war ich natürlich auch nicht bereit, der Einladung zur Eröffnung des Neuen Museums Folge zu leisten.

    SPIEGEL ONLINE: Was geschieht, wenn Ihr Schreiben auch weiterhin nicht beantwortet wird?

    Hawass: Wir werden uns wie zivilisierte Menschen verhalten und den Fall durchdiskutieren - in allen Aspekten.

    SPIEGEL ONLINE: Stimmt es, dass Sie bereit sind, einem Tauschgeschäft zuzustimmen - schickt die Nofretete in ihre ägyptische Heimat zurück, und wir geben euch dafür einige andere wertvolle altägyptische Artefakte?

    Hawass: Das wäre ein Novum. Zwar hatte die ägyptische Regierung bereits zehn Jahre nach dem Deutschlandtransfer Nefertitis solch eine Lösung vorgeschlagen, doch Berlin lehnte das Ansinnen ab.

    SPIEGEL ONLINE: Gibt es denn wenigstens ein Einvernehmen mit den Deutschen darüber, dass Nofretete in fünf Jahren zur Einweihung des neuen ägyptischen Museums nach Kairo ausgeliehen wird?

    Hawass: Festgezurrt ist nichts. Mir ist sogar zu Ohren gekommen, dass man das Ausleihen ägyptischer Altertümer als Risiko einstuft, weil wir Ägypter derartige Leihgaben nicht zurückschicken würden. Das ist beschämend.

    SPIEGEL ONLINE: Ist die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Archäologie gefährdet?

    Hawass: Nein, uns liegt sehr an einem langfristigem Miteinander. Ich hoffe sehr, eine befriedigende Lösung mit den Berlinern zu finden.

    SPIEGEL ONLINE: Ägypten gräbt noch nach einer anderen großen Königin: Kleopatra. Geht die Suche weiter?

    Hawass: Nächsten Sonntag werden die Grabungen fortgesetzt, die mehrere Monate eingestellt werden mussten. Das bisher Erreichte lässt hoffen, dass wir die Grabkammern Kleopatras und ihres Partners Antonius schon recht bald freilegen werden. Aber wir sollten dem alten Ägypten noch einen ganz anderen Tribut zollen.

    SPIEGEL ONLINE: Was wollen Sie noch ausgraben oder vom Meeresboden an Land hieven?

    Hawass: Wir sollten das Studium der altägyptischen Sprache und der Hieroglyphenschrift an unseren Schulen einführen, so wie die Europäer Lateinisch und Altgriechisch unterrichten, um die kulturelle Bewusstseinsbildung zu stärken. Dabei könnten uns sicher auch die Deutschen helfen.

    Das Interview führte Volkhard Windfuhr, Kairo
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,15...

  • Katakomben unter den Pyramiden

    Der britische Autor Andrew Collins berichtet von einem riesigen Komplex an Tunneln, Höhlen und Kammern, das sich unter dem Pyramidenfeld von Gizeh befindet.

    Collins und der Ägyptologe Nigel Skinner Simpson entdeckten die Erwähnung eines Tunnelsystems in den Memoiren des britischen Forschers und Diplomaten Henry Salts. Die Memoiren wurden nie veröffentlicht, weshalb die Katakomben unter dem Pyramidenfeld in Vergessenheit gerieten.

    Collins und Simpson glauben anhand der Aufzeichnungen den Eingang gefunden zu haben. Er liegt inmitten eines nicht-aufgezeichneten Grabes westlich der Pyramiden und führt in eine zusammengestürzte Kammer mit tierischen Knochenresten, Fledermauskolonien und giftigen Spinnen.

    Das Forscherteam fand in dieser riesigen Höhle auch Mumienfragmente. Je weiter sie in die Höhle vordrangen, desto dünner wurde die Luft. So mussten sie ihre Forschungen erst mal abbrechen. Spätere Besuche enthüllten mehr über die Ausmaße dieser Konstruktion, die in Collins Buch "Beneath the pyramids" veröffentlicht werden sollen.

    Zahi Hawass nahm sogleich die Luft aus diesem Projekt: "Es gibt keine neuen Entdeckungen in Gizeh" und weiter "Wir wissen alles über das Gizehplateau - Amateure können dort nichts neues finden."

    Collins ist sich seiner Sache sehr sicher: "Wir haben akademische Bibliotheken in London und Kairo durchsucht und wir haben aus der neueren Zeit keine Erwähnung über die Höhle oder das Grab gefunden". Lt Collins könne Hawass ihn gerne vom Gegenteil überzeugen und Schriftstücke bezüglich des Grabes und der Höhle zuschicken. Eine Reaktion blieb bisher aus.

    Wenn die Katakomben zehntausende wenn nicht sogar hunderttausende von Jahren alt wären, könnten sie nicht nur die Entwicklung des Pyramidenfeldes beeinflusst haben, sondern auch den Glauben der alten Ägypter an eine Unterwelt, in der die Seele wieder aufersteht und danach in den Himmel hinauffährt.

    Antike Totentexte erwähnen die Existenz einer unterirdischen Welt in der Nähe der Pyramiden von Gizeh, so Collins weiter.

    Quellen:
    Discovery.com (mit Foto)
    Redorbit.com

  • Jackson und Ägypten

    Eine 3000 Jahre alte Kalkstein-Büste hat es den Anhängern des King of Pop angetan. Die steht zwar schon seit 1988 im Field-Museum in Chicago, ist aber erst jetzt zum beliebtesten Ausstellungsstück des Hauses geworden. Sie zeigt eine unbekannte Frau, die dem „King of Pop“ verblüffend ähnlich sieht!
    Besonders Nase, Augen und Mund der Ägypterin sehen aus wie Jackos – sie könnte glatt als seine Urahnin durchgehen! Allerdings: Während die bröckelnde Nase bei Michael von Schönheitschirurgenhand verursacht wurde, hat der Kalkstein-Büste ihr hohes Alter übel mitgespielt. Sie wurde zwischen 1550 bis 1050 vor Christus in Ägypten geschaffen.
    Der Kurator des Museums, Jim Phillips, geht davon aus, dass Michael Jackson, der am 25. Juni einen Herzstillstand erlitten hatte, die Büste nicht kannte. Seit einem Zeitungsbericht über die „Jacko-Urahnin“ würden er und seine Mitarbeiter mit Anfragen „überschwemmt“, sagte Field.
    „Wir hatten schon Leute, die in unser Museum kamen und fragten: ,Wo ist Michael Jackson?'“

    http://www.bild.de/BILD/unterhaltung...-aehnli...

  • das Grab des Haremhab

    Zahi Hawass berichtet auf seiner Blogseite, dass das Grab des Haremhab im Tal der Könige nun wieder für Touristen zugänglich sei. Um die Feuchtigkeit zu regulieren, wurde eine hochmoderne Belüftungsanlage von einer deutschen Firma in das Grab eingebaut. Die hochempfindlichen Grabmalereien, die durch "Ausdünstungen" der Touristen in Mitleidenschaft gezogen werden, sollen so besser geschützt sein. Bei Erfolg, sollen solche Anlagen auch in andere Gräber eingebaut werden.

    mehr:

    http://www.drhawass.com/blog/press-release-tom...

  • Büste der Hatschepsut gefälscht

    Büste der Hatschepsut gefälscht?

    Das Ägyptische Museum Berlin scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Nach Zweifel an der Echtheit der Nofretete-Büste und des Papyrus mit der Unterschrift Kleopatras, fragt nun wieder jemand nach der Echtheit eines antiken Objektes - der Büste der Hatschepsut.

    Dieser Jemand ist ein unbekannter Forscher namens Klaus Köller. Er hegte schon lange Zweifel an der Echtheit der Büste, die das Ägyptische Museum Berlin 1986 zusammen mit der Ernst-von-Siemens-Stiftung für 1 Millionen DM von einem der "bedeutendsten Antiquitätenhändler Englands" (F.A.Z.) Robert Symes gekauft hatte.
    Bezüglich Robert Symes muss man noch erwähnen, dass er vor 20 Jahren tatsächlich ein renommierter Antiquitätenhändler war. In früheren Jahren wurden seine Depots aber als Schleuse für gefälschte Kunstwerke benutzt.

    Über "Umwege" bekam nun Klaus Köller ein Tütchen mit Gesteinssplitter, die angeblich bei der Socklung der Büste durch die Bohrung hinabgerieselt sind.

    Klaus Köller hat nun diese Gesteinssplitter von der technischen Universität (TU) Berlins untersuchen lassen. Hierbei handelte es sich um "Magnesit-Siderit-reichem Gestein" und nicht aus Granit, woraus die Büste eigentlich sein soll. Außerdem entdeckten die Wissenschaftler eine "faserige" Substanz, wie man sie in modernen Baustoffen findet.
    Ob die Büste wirklich aus Granit ist, wird schon länger angezweifelt. Das Berliner Rathgen-Institut und der Münchner Geologe Dietrich Klemm haben bei einer früheren Untersuchung den bräunlichen Stein nicht zuordnen können.

    Einige Medien schrieben, dass Klaus Köller von der TU Berlins sei. Laut F.A.Z. ist Herr Köller dort gänzlich unbekannt. Wie dem auch sei, die TU meldete sich zu Wort, dass sie nur ein Tütchen Gesteinssplitter untersucht hätten, die genauso gut aus der "Berliner Oranienstraße" (F.A.Z.) stammen könnte. Und weiter schreibt die F.A.Z.: "Fatale Ergebnisse, die zwei Jahre nach der Analyse zum "Spiegel" gelangten und so schließlich für internationales Aufsehen sorgten. Köllers Tütchen reichte, um eine weitere Darstellung Hatschepsuts unwiederbringlich verloren scheinen zu lassen.

    Die Sprecherin der zum Museum gehörenden Preußenstiftung, Stefanie Heinlein, äußerte ebenfalls Zweifel an der Untersuchung. Frühere Gutachter hätten die Echtheit der Büste bestätigt. Ob es eine weitere Untersuchung an der Büste geben wird, hielt sie offen.

    Quellen:
    F.A.Z., 23.07.2009, Nr. 168 / Seite 33
    tagesspiegel
    welt online (mit Foto der Büste)
    Financial Times Deutschland

  • Forscher entlocken Mumien letzte Geheimnisse

    9. Juli 2009, 14:05 Uhr
    In Mannheim startet ein einzigartiges Forschungsprojekt: Um ungelösten Rätseln über Herkunft, Ernährung, Krankheit und Sterben Jahrtausende alter Toter auf die Spur zu kommen, wird ein hochmoderner Computertomograph eingesetzt. Was das Gerät staubtrockenen Mumien an Geheimnissen entlocken kann, ist erstaunlich.
    Die Mumie einer Frau wird in das Computer-Tomographie-Gerät in der Mannheimer Uniklinik geschoben: Die Ägypterin ist seit rund 2400 Jahren tot. „Wie sie an den Goldblattauflagen auf der Haut sehen, handelt es sich um eine hochstehende Persönlichkeit, die eine Einbalsamierung erster Klasse erhielt“, sagt Wilfried Rosendahl, Leiter des Mumienprojekts der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Unterdessen zeigt der Monitor, was die Frau im Bauch trägt: eine Papyros-Rolle.
    „Gut möglich, dass die Rolle mit Hieroglyphen beschriftet ist, aber mit der jetzigen Technologie können wir sie noch nicht lesen“, erklärt Rosendahl. Doch was das derzeit modernste und im Klinik-Alltag für Kranke eingesetzte CT-Gerät von Siemens den Mumien an Geheimnissen zu entlocken vermag, ist weltweit einzigartig.
    Im Mannheimer Universitätsklinikum geht eine Forschungsreihe unter dem Namen „German Mummy Project“ neue Wege. Erstmals arbeiten ein Museum und ein Krankenhaus zusammen an der Analyse und Erhaltung von mumifizierten Leichen. Das Reiss-Engelhorn-Museum und die Radiologie der Klinik nutzen dabei einen besonders leistungsfähigen, drei Millionen Euro teuren Computertomographen, um dreidimensional ins Innere der Körper zu blicken.
    „Durchleuchten statt Aufschneiden“ lautet das Gebot für den Oberarzt Christian Fink und Wilfried Rosendahl. „Auf diese Weise geben die Mumien ihr Inneres preis und bleiben dennoch völlig unversehrt“, erklärte die Uni-Klinik.
    Die dreidimensionalen Körperscans sind so detailreich, dass mit ihren Daten ein Laserstrahl im so genannten Rapid-Prototyping-Verfahren exakte Kunststoffkopien von Körperteilen wie dem Schädel herstellen kann. „Wir sind auf solche Verfahren und den berührungslosen Blick ins Innere angewiesen, weil wir die Mumien nicht zerstören, sondern erhalten und restaurieren wollen“, erläutert Rosendahl.
    Begonnen hat das international bedeutsame Forschungsprojekt 2004, nachdem in den Kellern des Mannheimer Museums 20 Mumien entdeckt wurden, die teilweise als im Krieg verloren galten oder nur mit wenigen Angaben in Inventurlisten verzeichnet waren. Um das Rätsel von Herkunft, Alter, Geschlecht, Ernährungsgewohnheiten, Krankheit und Tod zu lösen, kooperierten die Museumsmacher mit der Uni-Klinik und einer Reihe weiterer Wissenschaftler bis hin zu Experten für Haar- und Giftanalysen.
    Was straubtrockenen Mumien mit modernster Analytik an Geheimnissen entlockt werden kann, ist erstaunlich: Bekannt wurde so etwa, dass die alten Ägypter von Parasiten gepeinigt wurden, dass sie an Lepra, Kinderlähmung und schmerzhaften Zahnabszessen litten und dass sie auch Schweinefleisch aßen.
    Der CT-Scan der ägyptischen hochstehenden Dame mit dem Namen „III-130“ – so ihre Inventar-Nummer – zeigt „auf den ersten Blick einen Bruch der Elle im linken Unterarm, perfekte Zähne und keine Osteoporose“, sagt Oberarzt Christian Fink, der die Bilder auswertet. Die Mumie der etwa 20 bis 40 Jahre alten Frau ist eine Leihgabe des Museums Basel, wo sie im 19. Jahrhundert unter ungeklärten Umständen landete. Sie wird nun in den kommenden Monaten ebenso detailliert untersucht wie zwölf weitere Mumien, darunter Vorfahren des Barons von Crailsheim aus der Familiengruft im Schloss Sommerdorf oder einbalsamierte Mumien aus Peru.
    Bei zwei bereits untersuchten Mumien aus Basel stießen die Forscher ebenfalls auf Überraschungen. Unter anderem fanden sie heraus, dass es sich bei einer kleineren einbandagierten Mumie keineswegs um ein Baby handelte, wie ursprünglich angenommen worden war, sondern um ein Kind. Sein Sarg war wahrscheinlich von Grabräubern geplündert worden, daraufhin war es mit „zusammengeschobenen“ Beinen bandagiert worden.
    Alle durchleuchteten Mumien werden Bestandteil einer Wanderausstellung von insgesamt 70 Mumien, die nächstes Jahr in den USA gezeigt werden soll. Unter ihnen ist auch die Mumie einer Peruanerin, die 1415 im Alter von 30 bis 50 Jahren starb und mit geschlossenen Händen einbalsamiert wurde. Der CT-Scan in Mannheim zeigte, dass sie darin zwei Objekte festhielt. Zunächst vermuteten die Forscher Gegenstände aus Kupfer, Gold oder Keramik. Über das berührungslose Rapid-Prototyping konnten dann Nachbildungen der Gegenstände angefertigt werden. Es waren zwei Milchzähne von Kindern: ein Eck- und ein Backenzahn.
    „Warum die Kinderzähne in die Hände der Verstorbenen gelegt wurden, werden wir nie erfahren. Vielleicht ist es eine Botschaft wie 'Denk an die Kinder!'“, sagt Rosendahl. Für ihn schlägt diese Entdeckung eine unerwartete und berührende Brücke zwischen Zeiten und Kulturen. „Auch heute sammeln noch viele Eltern die Milchzähne ihrer Kinder“, sagt er.
    Nicht nur die Wissenschaftler, die auf Erkenntnisse über Krankheiten, Riten und Verletzungen hoffen, ziehen einen Vorteil aus der Kooperation. Auch die Ärzte lernen durch die Versuche mit den Mumien mehr über die Funktionen ihres ungewöhnlich leistungsfähigen Computertomographen. „Mit diesem CT ist es möglich, dichte Strukturen wie Verbände und Bandagen oder Knochen voneinander zu trennen und zum Beispiel die Knochen unverdeckt sichtbar zu machen“, erklärt Fink.
    Natürlich wird bereits seit Jahren mit Computertomographen gearbeitet, um Geheimnissen der Mumien auf die Spur zu kommen. „Aber nach wie vor ist jede neue Mumie ein neuer Baustein im Gesamtbild über das Leben und Leiden der Menschen in dieser Zeit“, meint Rosendahl. Und nach wie vor sind die Mumien für Menschen ein Phänomen: „Sie sind eben eine interessante Metapher für das ewige Leben“, erklärt der Experte. „Es gibt ja auch nichts, was so tot ist und doch lebendig.“ Nach der ersten Analyse werden Wissenschaftler aus aller Welt auf die CT-Bilder aus Mannheim zurückgreifen können. Konkrete Ergebnisse wollen Rosendahl und sein Team zunächst aber nicht präsentieren: „Die Mumie hat ihre Zeit gebraucht, um zu uns zu kommen. Jetzt brauchen wir unsere Zeit, um das Ganze zu studieren."
    Im 19. Jahrhundert rollte eine wahre Ägyptomanie über Europa. Es galt als schick in besseren Kreisen bei Partys um Mitternacht eine Mumie aufzuwickeln, um sich zu gruseln. Eine Vorstellung, die dem Altertumsforscher Rosendahl heute selbst einen Schauer über den Rücken jagt: „Damals wurden mehr Mumien vernichtet als heute in unseren Museen ausgestellt werden“.
    Deshalb sei es unverzichtbar, mit den noch vorhandenen Mumien schonend umzugehen, um Leben und Leiden vergangener Epochen genau zu dokumentieren.
    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...heimnis...

  • Funde neben Ägyptischen Museum Kairo

    In der Nähe des westlichen Tores des Ägyptischen Museums Kairo, haben Archäologen einen Speicher mit antiken Artefakten ausgegraben. Dazu gehören ein Tisch aus Kalkstein, einige Steine, der Fuß eines pharaonischen Pfeilers aus dem Jahr 1300 v. Chr. und das Fragment einer Platte mit Hieroglypheninschrift,

    Diese Art von Platte wurde während der gesamten pharaonischen Periode benutzt, um spezielle Ereignisse zu verzeichnen, so Zahi Hawass. Sie zeigt den Kopf einer Kobra.

    Den außergewöhnlichen Fundort erklärte Zahi Hawass mit dem Verhalten ausländischer Archäologen, die in der Vergangenheit, ihrer Ansicht nach, nutzlose Objekte im Museumsgarten vergraben haben.

    Quelle:
    smashhits.com

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