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Ditta61

weiblich - 48 Jahre, Hameln, Deutschland


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Blog 109

Meine Sicht auf die Welt


  • rosige Aussichten ... na dann

    Oh, Jammertal! 2010, ein Jahr der Selbstdisziplin...

    ...und das ist ja gar nicht Ihr Ding. Ja, Sie haben richtig gehört: Launische Krebsmanieren sind auf dem absteigenden Ast (mondknotenmäßig), selbstbeherrschte Steinbockqualitäten sind gefragt. Haben Sie sich rechtzeitig einen weisen Meister gesucht, dann können Sie nun wirklich gut von ihm lernen. Alle Krebse, die lieber bleiben wollen, wie sie sind, werden vom Leben überholt. Macht nix, in ca. 9 Jahren ist wieder Ihre Zeit, falls Sie solange warten wollen...

  • Ganz hart jetzt ...

    Mein Tipp: Fick das Leben, bevor es dich fickt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Mein Wahlspruch bis zum Ende diesen Jahres! Es wird einfach nicht besser. Es fing bekackt an und es wird ebenso enden ... maybe!

    Naja ... gut ... so ganz bekackt war es dann doch nicht. Hab ja einen Job, der mir saumäßig viel Spaß macht. Durch den Umzug bedingt eine Wohnung, die mir viel besser gefällt als die zuvor. Neue Freunde gab es auch en masse. Könnte also gut gewesen sein, soweit sich jetzt schon ein Resumee ziehen lässt.

    Aber NEIN ... da war doch noch was?!?!?! Die Liebe! Dieses elendige Gefühl von "mir fehlt was"! Sorry, Jürgen ... ich weiß, du hättest sie mir gegeben ... aber das stand auf einem Blatt, welches ich nicht lesen wollte und konnte ... und du weisst auch warum!

    Verlieben!? Ich habe es wohl doch irgendwie verlernt. Liebe kannte ich ... damals ... so richtig mit allem drum und dran. Warm, zärtlich, wild, begehrlich, stressig, versöhnlich ... es scheint eine Ewigkeit her zu sein. Aber das war noch "begreifbar". Anfassbar ... oder ... Mist ... wie könnte ich es benennen? Es war real, fair, lebbar für eine Zeit lang. Für mich hätte diese Zeit unendlich so weiter gehen können ... und wenn nicht alles so scheisse gelaufen wäre, dann für dich ... du weisst jetzt, wen ich wieder meine ... sicherlich auch! Es gibt immer noch dieses Gefühl von Vertrautheit und gleichzeitig auch eine Verlorenheit, wie sie nicht wirklich mit Worten beschrieben werden kann. Du fühlst es, ich fühle es ... aber es bringt uns nicht weiter. Schicksal ... Kismet ... keine Ahnung. Muss wohl so sein und wird wohl auch so bleiben!

    Unsere Trägheit, unsere Faulheit ... sie macht so vieles kaputt. Bewegung? Was ist das denn? Schon gar nicht nach vorn, lass uns lieber noch einen Schritt rückwärts gehen! Ist einfacher! Und vor allem: sei niemals ehrlich mit dem, was du sagst! Das ist es, was mich annehmen lässt zu sagen: fick das Leben! Ehrlichkeit und herzliche Wärme ist nicht mehr gefragt. Sei abgefuckt, damit du dahin kommst, wo du hin willst! Ich kann das nicht! Scheitere ich deswegen permanent????

    Muss ich zu so einer Tusse mutieren, die ihr Herz in die Geldbörse eines Typen versenkt um zufrieden zu sein? Muss ich eine Frau werden, die Werte nicht mehr kennt ... die skrupellos jeden Mann bescheisst und ihn auf den Müll wirft? Oder bin ich eine Frau, die froh sein muss, wenn sie überhaupt noch jemanden "abkriegt"? Welche Rolle soll ich denn spielen, um noch im Rennen zu bleiben?

    Scheisse, ich bin 48 Jahre alt .... ich hätte nie gedacht, überhaupt so alt zu werden ... ich habe keine Lust und irgendwie auch keine Zeit für irgendwelche Spielchen. Für diesen Scheiss mit "ich lieb dich" ... "ich lieb dich nicht" ... Kinderkacke. That´s it! Für mich gibt es nur noch einen Weg ... straight geradeaus! Wenn es jemanden gibt, der ihn mit mir gehen möchte ... bitte: Einladung folgt!

    Keine Ahnung, warum ich gerade heute all das schreibe. Eigentlich bin ich zufrieden heute. Es war ein schöner Abend ... nette Unterhaltungen ... also nichts, was störend aufstieß! Geht es vielleicht um eine allgemeine Grundstimmung? Hm ... lasst mich nachdenken. Nein, eigentlich nicht! Auch in der nahen Vergangenheit ist nichts zu finden, was mich jetzt nachhaltig beeindrucken konnte ... nee, auch du nicht, Jens ... du hattest alle Chancen der Welt und hast sie leichtsinnig auf´s Spiel gesetzt ... das war (d)ein Spiel ... game over!

    Keine Ahnung, was noch kommt. Manchmal deprimiert mich der Gedanke, manchmal macht er mich gespannt auf das, was vielleicht kommt. Jeden Tag passiert Neues. Nicht immer erfreulich, aber lebbar.

    Eines weiß ich aber ganz genau: Nie wieder verschenke ich mein Herz! Jedenfalls nicht spontan und unüberlegt! So schnell mich meine Beine tragen können, so schnell bin ich weg, wenn mir jemand sagt: ich liebe dich! In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe ich diese Worte so oft gehört, dass ich selber nicht mehr weiß, wer sie alles gesagt hat! Mein Bauchgefühl hat mich oft betrogen! Dennoch besteht Hoffnung ... ich werde euch Männer niemals aufgeben in meinem Leben. Denn Liebe, Zärtlichkeit, Wärme und all das sind durch nichts, absolut gar nichts, auf dieser Welt zu ersetzen!!!!!! Und genau darüber, Astronaut, solltest du einmal nachdenken!

  • Trautes Heim - Glück allein Teil 2

    Wenn ich nicht neben Siegfried sitzen darf, dann esse ich hier nichts mehr!“ Walter ließ an diesem Abend mal wieder den Querulanten raushängen. Schwester Agathe bewies bestimmt schon zum hundersten Mal an diesem Tag, dass sie statt Nerven Stahlseile im Körper haben musste: „Herr Schmidt, so nehmen Sie doch Vernunft an!“ „Will ich jetzt aber nicht. Ich will nicht bei diesen alten Weibern sitzen, wo bei Siegfried am Tisch noch ein Platz frei ist.“ Er nahm seine typische Körperhaltung an: Arme vor der Brust verschränkt, Lippen zusammen gepresst und die Augen zu schmalen Schlitzen gekniffen. So blinzelte er vermeintlich gefährlich die Krankenschwester an. Diese zog ruckartig den Rollstuhl samt Opa Walter vom Tisch weg, beförderte ihn unsanft durch die Reihen an den Tisch, an dem sein Zimmernachbar saß. „Na, also, geht doch ... warum nicht gleich so,“ Walters Triumpf war im ganzen Speisesaal zu vernehmen. Die anderen Bewohner des Altersheimes widmeten sich wieder ihrem Essen und ließen den unangenehmen Kauz mit seinem Sieg allein. Nur Siegfried zeigte sich ebenfalls auf´s Höchste erfreut: „Na, Kumpel, das hat ja mal wieder wunderbar geklappt!“ Er schlug mit seiner knochigen Hand auf die Schulter des Angesprochenen.
    Siegfried und Walter saßen an diesem Abend im Aufenthaltsraum. Opa Walter verzichtete hier gern auf seinen Rollstuhl und räkelte sich in einem weichen Polstersessel. Ihm gegenüber hatte Otto Reiners Platz genommen, ein alter Herr mit guter Pension. Und den zockten Siegfried und Walter gerade mächtig ab. Poker war in diesen Räumen zwar nicht gern gesehen, aber Agathe hatte im Kampf gegen Walter Schmidt diesbezüglich bereits die Waffen gestreckt. „Ich gehe auf 20 Euro, wer geht mit?“ Anstatt den Geldschein auf den Tisch zu legen, machte Siegfried penibel genau seine Buchführung auf einer freien Seite in der Bibel. Als ehemaliger Pastor war er sich seiner verantwortungsvollen Aufgabe voll bewusst und seitdem Walter das bemerkt hatte, war er dem Zimmernachbarn freundschaftlich verbunden. Otto Reiners begann zu schwitzen. Er wusste zwar, dass man mit den beiden nicht spielen sollte, aber immerhin war ihm jetzt wenigstens immer etwas gute Unterhaltung zuteil geworden. Er passte. Die Runde ging mal wieder an Walter. Zufrieden leckte der sich die Lippen und fragte: „So, meine Herren, wie wäre es jetzt mit einem kleinen Tänzchen?“
    Zu dritt betraten sie den Speisesaal, der Mittwoch abends zum Tanz hergerichtet wurde. Einer der Rentner, ein ehemaliger Musiker, saß an der Hammondorgel und spielte einen Slow-Fox. Einige Frauen, die noch gut zufuß waren, schliffen über die Tanzfläche und die anderen Männer und Frauen saßen gelangweilt an ihren Tischen. „Herrschaften,“ Walter sauste mit seinem Rollstuhl mitten durch die Tanzenden „was ist los hier, Beerdigung oder was?“ Erschrocken hielten die Schwofenden inne, auch der Organist vergaß sein Instrument. „Siegfried, fahr doch mal fix nach oben und hol den Karton mit dem Schnaps!“ Gehorsam trat Siegfried den Rückweg an und kam nach zehn Minuten ächzend wieder in den Saal. Otto Reiners hatte sich diskret an einen Tisch verkrümelt, damit wollte er nichts zu tun haben.
    „He ... Reiners ... schlepp mal ein paar Pappbecher an, damit wir mal einen ordentlichen Schluck nehmen können!“ Otto wollte es sich doch nicht völlig verscherzen und verschwand in Richtung Schrank, um das Gewünschte zu holen. Großzügig verteilte Walter den Weinbrand in Pappbechern an die Herren des Hauses, für die Damen hatte er Kirschlikör besorgt. Im Grunde genommen war jeder Bewohner des Heimes dem neurotischen Walter zugetan, nur zugeben mochte es keiner. Hatte er den Damen in der Vergangenheit unanständige Avancen gemacht und den Männern die letzten Kröten aus der Tasche gezogen, so brachte er doch zumindest immer Stimmung in den öden Alltag. Die Heimleitung hatte sogar letztens bei einer Dienstbesprechung in Erwägung gezogen, einen ausgedienten Präservativapparat im Männer-WC anzubringen, damit die ewige Nörgelei endlich ein Ende finden würde.
    „So, jetzt aber mal was Flottes in die Tasten gehauen, damit hier mal Stimmung in die Bude kommt!“ Walter prostete dem Organisten zu und begann schwungvolle Runden auf dem Parkett zu drehen. Eine Stunde später fand die Party ein jähes Ende. Schwester Agathe hatte zwischenzeitlich die Zimmer geprüft, die Bettlägrigen versorgt und stand anschließend wie ein Racheengel im Türrahmen. Sie fand ihre Zöglinge in angeheitertem Zustand vor, die Musik war derart laut, dass von oben heftigst protestiert wurde und sie brauchte exakt eine Sekunde, um zu begreifen, wem sie das Dilemma mal wieder zu verdanken hatte.
    Einige Wochen später saß eine Runde im Büro der Oberschwester, die alles andere als erfreut schien. Die Heimleitung hatte Walters Sohn Günter herzitiert, um ihm und seine Frau Elvira die Situation im Haus zu erläutern. Günters Gesichtsausdruck war irgendwo zwischen Kummer und grenzenloser Wut angesiedelt. „Ich verstehe meinen Vater auch nicht mehr. Er ist eigentlich ein gutherziger alter Herr, der immer für seine Familie gesorgt hat. Früher konnte er noch zwischen Recht und Unrecht unterscheiden.“
    Schwester Agathe hatte um dieses Gespräch gebeten und die Heimleitung davon in Kenntnis gesetzt, dass entweder sie oder Walter Schmidt das Haus verlassen müsse. Beide unter diesem Dach ginge nun endgültig nicht mehr. Immerhin hatte sie nur noch zwei Jahre bis zur Rente und die wolle sie sich nicht von dem Tyrannen verderben lassen.
    Die Liste der Verfehlungen, die sich Walter während der vergangenen Monate zu Schulden kommen lassen hatte, las sich für Außenstehende recht spannend: Gleich nach seinem Einzug hatte er zusammen mit Siegfried das gemeinsame Zimmer umdekoriert. Alle Lampen hatten sie dunkel abgehängt, Poster aus dem Playboy an die Wände gepinnt, einen Videorekorder vom gewonnenen Pokergeld gekauft und gegen Eintritt Pornofilme einem interessierten Publikum vorgeführt. Es hatte etwas gedauert, bis die Heimleitung das spitz bekommen und den Videorekorder unter Verschluß gebracht hatte.
    Kaum war das ausgestanden, befand sich wieder das ganze Altersheim in Aufruhr. In einer Nacht- und Nebelaktion hatten Walter und Siegfried des nachts sämtliche Gebisse der Mitbewohner ausgetauscht. Walter hatte das mal in einem Film gesehen und schnell Siegfrieds Unterstützung bei dieser Aktion gefunden. Tagelang gab es mittags Suppe und abends Weißbrot, weil einige Bewohner ohne Zähne am Tisch erschienen waren. Frau Wollnick musste sogar ein neues Gebiss angefertigt werden, weil sich ihres partout nicht wieder anfinden wollte. Von einer Schadensersatzklage sah sie ab, nachdem ihr Walter mit roten Rosen die Aufwartung gemacht hatte. Zudem wurde Gisela Wollnick überraschend zum Pokerabend eingeladen. Das hatte sie dann vollends davon überzeugt, dass Walter und Siegfried keine schlechten Kerle waren.
    Die beiden Missetäter standen nun unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen, die sie aber immer wieder wunderbar zu umschiffen wussten. Eines Abends ließen sie auf Rechnung des Hauses einen Pizzakurier vorfahren, der alle Bewohner mit leckeren Köstlichkeiten versorgte. An einem anderen Abend riefen sie ein Taxiunternehmen an, orderten sechs Wagen und fuhren gemeinsam mit einem ausgewählten Personenkreis ins nächste Kino, um sich einen Horrorfilm anzusehen. Das hatte zur Folge, dass in dieser Nacht die Nachtschwester alle Hände voll zu tun hatte, weil einige schlecht schliefen.
    Den Höhepunkt bildete allerdings der nächtliche Einbruch in die Medikamentenkammer. Schwester Agathe befand sich auf ihrem routinemäßigen Rundgang, den Walter und Siegfried schamlos dazu ausnutzten, Abführmittel zu klauen. Die Mittelchen verteilten sie am nächsten Morgen großzügig an die Mitbewohner. Denen machten sie plausibel, es handele sich um Vitaminpräparate und da keiner als Spielverderber gelten wollte, schluckten fast alle drei oder vier kleine weiße Tabletten. Das Ausmaß dieses Attentates – so bezeichnete es jedenfalls Schwester Agathe – ähnelte einer Katastrophe. Danach hatte man ebenfalls die Kinder von Siegfried Müller angerufen, die sich aber nicht sonderlich davon beeindrucken ließen.
    Tja, und Günter saß nun in der Falle. Was sollte er tun? Auf keinen Fall wollte er seinen Vater wieder im eigenen Haus haben, schließlich hatte Opa Walter auch daheim für allerlei Untaten die Verantwortung zu tragen und man stehe ja auch dem eigenen Kind gegenüber in erzieherischer Verantwortung. Zunächst beschloss man, die beiden – also Siegfried und Walter – räumlich voneinander zu trennen. Und dann wollte man den beiden noch eine Chance geben. Gesagt – getan.
    Die Konsequenz, die sich daraus ergab, war die, dass Schwester Agathe in den vorzeitigen Ruhestand ging, Siegfried und Walter wieder zusammen zogen und man ihnen Schwester Hildegard vom Empfang zur Seite stellte. Die sorgte mit ihrem bebenden Busen zumindest zeitweise für Ruhe und Walter sonnte sich in dem Gedanken, in ihr eine heiße Verehrerin gefunden zu haben. Jeden Morgen begrüßte er sie mit einem strahlenden Lächeln und den Worten: „Na also, geht doch. Warum nicht gleich so!“

    copyright by e.handelsmann

  • Trautes Heim – Glück allein Teil 1

    Opa Walter´s Schicksal war besiegelt. Er soll ins Altersheim, und das so schnell wie möglich. So hatten seine Kinder entschieden und irgendwie konnte er daran nun auch nichts mehr ändern. Sein Zimmer bei Sohn Günter war geräumt, Enkel Jonas hatte sich schon häuslich eingerichtet und Opas Gepäck stand in zwei Kartons verstaut vor dem Kofferraum des Autos. Walter saß in seinem Rollstuhl, den er eigentlich nicht immer brauchte, hielt seine Arme vor der schmalen Brust verschränkt und schmollte so offensichtlich, dass seine Schwiegertochter Elvira ihm beruhigend die Schulter tätschelte. Günter gab ihm einen kleinen Schubs, denn er sollte auf den Fahrersitz vom Auto klettern. Walter machte sich im Rollstuhl so schwer wie es ihm möglich war und klammerte sich mit den Händen an den Lehnen fest.
    „Meine Güte, Opa, nun stell dich nicht so an. Wir fahren da jetzt hin und du wirst schon sehen, es wird dir dort gefallen!“ Elvira setzte noch einen drauf: „Wir kommen dich auch jede Woche besuchen!“ Bloß nicht, dachte Walter und kniff böse die Augen zusammen. Als er merkte, dass jeder Widerstand zwecklos war, ließ er sich gnädig auf den Autositz helfen und verschränkte wieder die Arme vor der Brust. Günter lehnte sich über ihn und als er versuchte, Opa anzuschnallen versetzte ihm dieser mit dem Knie einen Schlag unter´s Kinn. Günter knallte beim Zurückziehen mit dem Kopf ziemlich laut an die Türverstrebung und verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Walter triumphierte. Wütend schlug Günter die Tür zu.
    Am Altersheim angekommen, stiegen Günter und Elvira aus und warteten auf Opa. Der aber saß wie eine Festung im Auto und machte keinerlei Anstalten, sich abzuschnallen oder auszusteigen. Sein Sohn riss die Tür auf, schob den Rollstuhl in die richtige Position, bat seinen Vater, sich abzuschnallen, erntete ein bockiges „Nö“ und handelte sich wieder einen Kinnhieb ein. Als Dank schubste er Walter mehr in dem fahrbaren Untersatz zur Eingangstür als das er ihn schob.
    „Ach, da sind Sie ja endlich. Wir haben uns schon so auf Sie gefreut,“ die Schwester am Empfang brachte ihre eindrucksvolle Vorderfront mächtig ins Rotieren. Verzückt blickte Walter auf den bebenden Busen. „Sie sind uns herzlich willkommen, Herr Schmidt!“ Opa Walter murmelte: „Ich mache jede Nacht ins Bett!“ Günters Empörung hielt sich kaum in Grenzen: „Vater, das stimmt doch gar nicht!“ „Außerdem brauche zweimal die Woche Sex. Sind hier entsprechende Damen anwesend?“ Elviras Gesichtsfarbe wechselte schnell von rot auf schneeweiß. Die Schwester warf einen irritierten Blick auf den schmalen alten Mann im Rollstuhl, besann sich und säuselte mit gekräuselten Lippen: „Aber Herr Schmidt, in Ihrem Alter!“ Walter setzte ein breites Lächeln auf und balancierte mit der Zunge das Gebiss so im Mund aus, dass es nicht nach unten klappte. Eins zu null für ihn! Nachdem man alle Formalitäten erledigt hatte, schob man ihn in den Fahrstuhl, der ihn zu den oberen Stockwerken bringen sollte.
    Nachdem sich die Fahrstuhltür geschlossen hatte, begann Walter röchelnd zu atmen. Er verdrehte die Augen, riss an seinem Hemdkragen und ließ den Kopf nach hinten sacken. Die Schwester drückte erschrocken den roten Knopf und fühlte mit der linken Hand Walters Puls. Günter und Elvira machten einen mehr als hilflosen Eindruck. Die Fahrstuhltür öffnete sich erst im vierten Stock wieder. Heraus trat ein Ehepaar, das vor Wut kochte, eine Krankenschwester, die verzweifelt ihren Schwesternkittel über dem Busen zusammenhielt und ein Opa Walter, der zufrieden vor sich hin grinste.

    Vor der Zimmertür angekommen, verabschiedete die Schwester sich, übergab den alten Herrn an eine resolut dreinschauende Kollegin und flüchtete förmlich die Treppe hinunter. „Ich mache nachts immer ins Bett,“ Walter holte diesen Trumpf noch einmal aus dem Ärmel. Schwester Agathe beugte sich hinunter zum Rollstuhl, tätschelte ihm das Knie und bot ihm ein Contra: „Das macht nichts, Herr Schmidt, dann kriegen Sie eine Windel um und schon hat sich das Thema erledigt!“ Opa wischte erschrocken die Hand vom Knie, sah sich hilfesuchend nach seinem Sohn um, der grinsend neben seiner Frau stand. Keine Unterstützung aus der Richtung zu bekommen, rief bei Walter Text Nummer 2 auf den Plan: „Außerdem brauche ich zweimal die Woche Sex!“ Trotzig spuckte er die Worte ins Gesicht von Agathe. Nun war es an ihr, geschockt zu gucken. „Gibt es hier auf dem Männerklo einen Pariserautomaten?“ Er gefiel sich in der Rolle des Provokateurs. „Denn wissen Sie, meine liebste Agathe, für Alimente zu zahlen, bin ich ja denn wohl doch schon ein Häppchen zu alt!“
    Günter schubste seinen Vater samt Rollstuhl durch die geöffnete Zimmertür und schalt ihn, jetzt endlich Ruhe zu geben und sich anständig zu benehmen. „Du hast mir gar nichts zu sagen, schließlich bin ich dein Vater.“ Langsam rollte Walter zum Fenster, blickte hinaus und bemerkte dabei gar nicht, dass er nicht der einzige Bewohner des Zimmers war. Siegfried Müller saß auf seinem Bett und betrachtete gespannt seinen neuen Mitbewohner. Was er sah, gefiel ihm zunächst gar nicht. Ein mageres Männchen mit eingefallener Brust, hohlen Wangen und schmalen Lippen blickte ihm jetzt mit unverhohlenem Missfallen ins Gesicht. „Was macht der alte Knacker denn hier in meinem Zimmer?“ Opa Walter hatte die Sache nun endgültig satt. Schwester Agathe stellte die beiden Männer einander vor und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass es in diesem Haus keine Einzelzimmer gab. „Na gut, wenn er sich meine nächtlichen Ausdünstungen unbedingt um die Nase wehen lassen will, dann kann er ja bleiben.“ Der hochnäsige Ton in Walters Stimme brachte Siegfried Müller zu den ersten Worten: „Na na, Herr Schmidt, lassen Sie´s mal gut sein.“ Walter wollte nicht durch und durch als Nervensäge gelten, schon gar nicht mehr in Anwesenheit seines Sohnes und fragte: „Spielen Sie einen Poker?“ Siegfried lächelte erfreut: „Klar, aber immer doch!“

    Teil 2 folgt!
    copyright E. Handelsmann

  • sie Teil 2

    Sie lernte schreiben. Nichts ungewöhnliches, vielleicht das Alter, in dem sie es erlernte: sie war knapp 4 Jahre alt, vielleicht sogar noch 3. Mit ihren Stumpfhosen-bestumpften-Beinen saß sie auf dem groben Schreibtisch ihres Großvaters und kritzelte nach, was er mit Kreide auf die Tafel schrieb. Gerster gemahlen 1 Kilo 99 Pfennig ... Hafer geschrotetet 1 Kilo 1,20 DM ... das waren die ersten Worte, die sie schreiben konnte.

    Auch las sie Bestellzettel. Sie entzifferte mit der Hilfe ihres Opas die schwierigen Worte. Hinterher war alles ganz einfach. Ein Sack davon und ein anderer Sack davon. Kein Problem. Auch 10 Kilogramm waren ganz einfach ... sie stieg auf die Waage und dann noch ein wenig mehr! Sie lernte, wie die Waage funktionierte. Ein Gewicht auf die Seite ... und auf der anderen Seite das Gegengewicht ... und das war es. So einfach.

    Was nahm sie noch mit aus der Wassermühle in ihr Leben danach? Den Geruch ... auf jeden Fall. Die Funktionsweise einer Mühle ... nicht perfekt übernommen, aber noch präsent. Die Erinnerung? Jep, ist auf jeden Fall noch da. Jedes Detail, was nicht im Nirvana des Vergessens untergegangen ist, ist noch da. Stimmen, Gerüche, Geräusche ... alles noch da.

  • Ihr Großvater

    Es lohnt sich, einen Blick auf den Mann zu werfen, der ihr Leben bestimmt hat. Er war ein kleiner Mann, vielleicht um die 1,65 m groß. Trotz seiner Kleinheit hatte er eine Art an sich, die Außenstehenden Furcht einflößte. Er war nicht sehr gesprächig.

    Freundlich war er schon gar nicht. Seine Kunden, die zu ihm kamen, um Futtermittel für ihr Vieh oder auch Mehl und Getreide zu kaufen, sprachen kaum mit ihm. Das Geschäft wurde abgewickelt und gut war es auch. Paul wurde 1899 geboren. Also war er, als sie geboren wurde, 62 Jahre alt. Er war im ersten Weltkrieg. Nun ja, es gibt zumindest ein Foto mit ihm und seinem Bruder als Soldaten im ersten Weltkrieg. Später erzählte er ihr: wir mussten zufuß nach Russland gehen ... und als wir dort ankamen, war der Krieg zu Ende. Glaubhaft oder nicht ... mag dahin gestellt sein!

    Im zweiten Weltkrieg wurde er als schon etwas "älterer" Mann - er war zu der Zeit schon über 40 Jahre alt - als Müller zu den Köchen gesteckt. Nicht etwa in Deutschland, nein er war da, als in der Normandie der Krieg tobte ... als Koch. Ein Jahr Kriegsgefangenschaft bescherte ihm das. Bevor er allerdings in den zweiten Weltkrieg zog, adoptierte er einen Jungen. Dazu später.

    Er kehrte aus der Kriegsgefangenschaft zurück und gründete mit seiner querschnittsgelähmten Frau eine Familie. Allerdings lebten die beiden Ehepartner auch schon getrennt ... eine in der Stadt, der andere in der Mühle auf dem Land.

    Und dann also 1961, legendäres Jahr für das erste Enkelkind. Sie wurde geboren. Niemand weiß bis heute genau, warum gerade sie sein Herz im Sturm eroberte. War sie möglicherweise genauso schweigsam wie er? Oder so verschroben und einsilbig? Die Liebe zwischen beiden war kaum übersehbar. Einmal, da war sie 3 Jahre alt, warf sie Saubohnen in das Silo mit dem frisch gemahlenen Mehl. Er war stinksauer und beschimpfte sie. Später, als er das ihrer Mutter berichtete, weinte er. Er wollte gar nicht so hart gegen die Kleine sein, aber das war ein Verlust von mehreren Hundert Mark gewesen. Das war auch das einzige Mal, dass er sie beschimpfte.

    Ihr Opa war ein komischer Kauz. Immer trug er die graue Müller-Uniform. Sie sah ihn als Kind nie in anderen Kleidungsstücken. In der Küche, in der sie lebten, gab es ein mit Emaille überzogenes Waschbecken. Keine Dusche und nur kaltes Wasser. Hier wurde die Körperpflege gemacht. Es gab einen riesigen Ofen, der mit Holz befeuert wurde. Auf diesem Ofen stand immer eine metallene Kaffeekanne. Opa gab Kaffeepulver hinein, goß das mit kaltem Wasser auf und dann später durch ein Sieb in seine Tasse. Das war der Kaffee. Hinter seinem Stuhl stand auf einem Regal ein Röhrenradio. Wann immer er in der Küche war, lief das Radio. Er hatte auch eine Zeitung abonniert: Welt am Sonntag ... die las er vom ersten Wort bis zum letzten. Während er das tat, schlurfte er oft durch die Küche und zog eine Schublade an einem Tisch auf: Hierin verwahrte er seine Schätze. Eine goldene kleine Zigarrenschachtel lag darin mit der Aufschrift: Fehlfarben. Warum Fehlfarben? Egal ... er nahm ein Zigarillo daraus, sein Taschenmesser, schnitt sie in akkurat gleich große Stücke. Er schlurfte zurück an seinen Platz und rauchte genüßlich.

    Im Flur zu seiner Wohnung stand ein Tresor. Das heisst, der Tresor war eingebaut. Mit einer riesigen und schweren Tür aus Metall. Mit einem Knauf, der gedreht werden musste, nachdem der Schlüssel in der Mitte verschwand. Er hatte kein Konto bei einer Bank. All sein Geld war in diesem Tresor ... drei Stufen rauf und links um die Ecke ... zwischen Küche und Wohnzimmer, da war sein Vermögen. Wie groß es war, davon erfuhr sie erst Jahrzehnte später.

    Ihr Großvater war kein Menschenfreund. Fremde hatten sein Grundstück nicht zu betreten. Und wenn sie Freunde zu sich einlud, dann fragte er immer ab: ist das dein Freund oder muss er/sie gehen? Sie war die Prinzessin im Haus ... auch, wenn sie sich manchmal eher wie ein Junge fühlte.

  • still alive Teil 1

    Ihr Leben begann, als sich eigentlich niemand so wirklich darauf vorbereitet hatte. Auf neues Leben kann sich ein Paar vorbereiten, indem es sich ein Kind wünscht oder es "passiert" einfach so. Ihre Zeugung passierte einfach so. Kein Ding zwischen Tür und Angel. Es "passierte" nach vier Jahren Zweisamkeit. Und dennoch gerieten die beiden Hauptbeteiligten etwas aus dem Häuschen. 1960 galt ein Mensch erst dann als erwachsen, wenn er das 21. Lebensjahr vollendet hatte. Die werdende Mama war gerade knapp 18 Jahre alt und der dazugehörige Papa hatte auch erst 20 Lebensjahre erreicht.

    Aus heutiger Sicht lässt sich nicht mehr sagen: mussten sie heiraten oder wollten sie heiraten? Beide bestätigen das letztere. Aber da gab es noch ein Gericht, was über die Volljährigkeit der beiden Heiratswilligen entscheiden musste. Sie heirateten - im Februar 1961.

    Im Juni des gleichen Jahres wurde "sie" geboren. Sie war ein hübsches Kind, nicht laut, nicht schreiend, eher ausgeglichen blickte sie in die Welt. Wenige Wochen nach der Geburt ging ihre Mutter wieder zur Arbeit, ihr Vater im übrigen auch. Um es praktisch zu machen, wohnten ihre Eltern in dem Ort, in dem sie arbeiteten. Sie blieb bei ihrem Großvater. Versorgt wurde sie von ihren Großtanten. Tante Mathilde, Tante Anna. Beides Frauen, die niemals geheiratet hatten, also "alte Jungfern". Sie versorgten ihren Großvater und sie. Eine alte Wassermühle war ihr Zuhause. Angeschlossen ein großer Bauernhof und Weiden, so weit das Auge blicken konnte. Noch näher als die damals schon "alten" Menschen um sie herum - alle hatten die 60 Lebensjahre schon lange überschiritten - war ihr ein Hund. Ein schwarzer Cockerspaniel, der immer neben ihrem Laufstall saß und niemanden in ihre Nähe ließ. Auch später, als sie laufen konnte, ließ er sie nie näher an die Ufer des Baches - des Mühlbaches - als es "erlaubt" war.

    Ihre Eltern waren am Wochenende Besucher - Zaungäste. So lebte sie vier Jahre lang. In Eintracht mit dem, was sie vor der Haustür hatte. Freiheit und Freiheit ... und immer wieder Freiheit! Sie war wie ein Junge, trug Hosen, kletterte schneller auf Bäume als sonst jemand aus der Nachbarschaft. Sie "prüllte" Erbsen mit Tante Mathilde und horchte auf die Geschichten, die ihr Großvater ihr erzählte. Ein schönes Leben.

    Stunden verbrachte sie mit ihm in der Mühle. Hockte auf dem alten groben Tisch vor der großen Tafel. Übte ihre ersten Buchstaben mit Kreide und unbeholfener Hand als sie drei Jahre alt war. Beinah hätte sie im Paradies allerdings ihr Leben gelassen. Auf dem Getreideboden gab es eine Stufe, über die man steigen musste, um die Treppe hinab zu gehen; das war auch für die Sackkarren nötig, damit sie nicht in einem Rutsch die Stiegen hinab sausten. Sie wurde gerufen ... stolperte über die Stufe, fiel erst die eine Treppe hinab und dann die nächste und landete direkt vor einem Mehlsack. Dieser Mehlsack hatte ihr das Leben gerettet. Hätte er nicht dort gestanden, wäre sie direkt in das Getreidemühlwerk gefallen ... und das wäre ihr Ende gewesen. Mehrere Wochen war sie im Koma ... wachte auf und alles war wieder gut.

    Sie hatte keinen Schaden genommen. Später sollte sie sich noch so oft den Kopf an den tiefhängenden Balken in der alten Mühle einschlagen, dass dieser eine Treppensturz vermutlich keinen große Schaden hinterließ.

    Dann änderte sich das Leben für sie drastisch. Ihre Sachen wurden zusammengepackt, der Hund saß mit traurigen Augen hinter dem davon fahrenden Auto und sie zog um. Sie musste mit ihren Eltern gehen. Vier Jahre Freiheit gegen eine Wohnung mit zwei Zimmern eintauschen. Immerzu fragte sie sich, warum. Sie fragte sich, niemand anderen. Die "Großen" müssten ja wissen, was sie tun. Dann eines Tages stand sie vor einem Krankenhaus mit ihrer Patentante. Martha war die Schwägerin ihres Großvaters. Sie hatte nur eine Lunge. Das wusste sie. Die andere wurde Tante Martha während des Krieges durchschossen. Tante Martha hatte während des Krieges auf dem Schwarzmarkt gehandelt und nach ihrer Verletzung einen Lebensmittelmarkt aufgemacht. Sie stand also vor dem Krankenhaus. Rein durfte sie nicht. Sie durfte nicht ihre Mutter sehen, denn Mama hatte ein Baby bekommen - ihre Schwester. Zehn Tage blieb die Mutter fort und kam mit einem Bündel nach Hause, was permanent nur schrie. Sie war genervt, vom ersten Augenblick an.

    Teil 2 folgt

  • Für J.

    Wir sind noch nicht am Anfang, wir sind auch noch nicht am Ende, aber wir sind am Anfang vom Ende.

    Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn Du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst.

    Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.

    Wenn es etwas gibt, was die Welt haßt, so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert

    Wenn ein Mann sich für unwiderstehlich hält, liegt es oft daran, daß er nur dort verkehrt, wo kein Widerstand zu erwarten ist.

    Wer sich ständig kontrolliert und anpaßt, hat keine Ausstrahlung.

    Der Zorn beginnt mit Wut und schließt mit Reue.

    Niederlagen sind das Stärkendste, was einem widerfahren kann.

  • so

    Das Leben ist eine Scheiss Achterbahn ... ich hasse Achterbahnfahren!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Theater ...

    Theater ... Theater ... so fühle ich mich. Vorhang auf - Schauspiel beginnt - Vorhang fällt - Leben fängt an!

    Mein Theaterstück in der Selbst-Kritik:

    Applaus eher dürftig, Publikum mäßig interessiert, Inszenierung gescheitert! Das Stück war nicht gut. Der Autor hat immer wieder versagt, Peinlichkeiten hinein geschrieben. Die Szenen waren im Anfang gelungen, in der zweiten Hälfte eher mäßig besetzt und hingen am Ende komplett durch! Sowas kann nicht gut ankommen. Die beiden Hauptdarsteller waren ambitioniert, aber leider zum Scheitern verurteilt. Ihre Texte waren einfach nicht gut ausgearbeitet. Der nicht anwesende Regisseur hätte es nicht besser machen können, es war einfach schlecht besetzt. Da muss man mal wirklich ehrlich sein! Die Premiere war gut, da muss auch Ehrlichkeit erlaubt sein, aber bereits nach einer Woche wurde das Schauspiel vorübergehend eingestellt. Das Drama kam erst danach zum Vorschein, denn dieses Stück ist durchzogen von Dramen. Mal schwächelte die weibliche Hauptdarstellerin, dann zeigte der männliche Part Einbrüche in seiner Darstellungskraft. Auch was die Identifikation im Rollenbild betraf muss leider gesagt werden: Nein, so nicht! Hier hätte mehr Sorgfalt im Zusammenspiel stattfinden müssen! Der Stoff, aus dem die Träume sind, wurde hier gnadenlos in Grund und Boden gestampft. So etwas will kein Mensch sehen, weder auf der Bühne, noch im wahren Leben!

    Theater ... Theater ... der Vorhang hebt sich ....

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